Putbus – ein wahrer Geheimtipp für Naturliebhaber

Putbus – ein wahrer Geheimtipp für NaturliebhaberPutbus liegt zwischen Binz und Bergen und trägt nicht umsonst den Beinamen als „Weiße Stadt am Meer“. Wer sich dorthin begibt, wird den Hintergrund dazu mit eigenen Augen sehen. Trotzdem ist Putbus absolut nicht das, was man sich im Norden von Deutschland erwarten würde, denn man findet dort nicht die typischen Häuschen, die aus Backstein errichtet wurden vor, sondern die Landschaft wird durch herrschaftliche Villen geziert. Im Übrigen ist der Marktplatz nicht rund, sondern rechteckig gestaltet und große Linden säumen die Straßen. Ursprünglich gab der Fürst Malte von Putbus dem heutigen Ferienziel sein jetziges Aussehen. Typische Gebäude, wie zum Beispiel das Jagdschloss Granitz, der Arndt-Turm in Bergen oder das Badehaus Goor erinnern heute noch an den Fürsten.

Putbus und der kreisrunde Circus

Auf jeden Fall sollte man sich zum kreisrunden Circus von Putbus begeben, denn dieser ist wahrhaftig sehenswert. Er ist der zentrale Punkt der gesamten Anlage und sämtliche Straßen sind sternförmig angeordnet und laufen darauf zusammen. Mitten auf dem Circus  befindet sich ein Obelisk mit einer Höhe von 19 m. Die Krönung bilden acht hoch gewachsene Eichen, die darauf zusammenlaufen. Der runde Platz wird von mehreren Gebäuden aus der Klassizität umschlossen, was die einzigartige Atmosphäre zusätzlich abrundet.

Ein großer Schlusstag ohne Schloss

Der Schlosspark erstreckt sich auf eine Fläche von 75 ha aus, dies es ebenfalls zu entdecken gilt. Das Vorbild dieses Parks waren die damaligen englischen Landschaftsgärten. Doch wer sich auf die Suche nach dem dazugehörigen Schloss macht, wird niemals ankommen, denn es gibt keines. Man baute das baufällige Schloss im Jahr 1962 aus ideologischen Gründen ab. Die einzige Erinnerung an das herrliche Bauwerk ist der Schlossteich und die noch stehende Treppenanlage. Wer allerdings ein Anhänger von Bäumen und Sträuchern ist und sich Ruhe und Entspannung gönnen möchte, sollte den Schlosspark unbedingt von näherem betrachten, denn dort sind Zedern aus dem Libanon, die sibirische Goldesche und sogar die japanische Stachelfichte zu bewundern. Die Orangerie befindet sich direkt an der Straße, die vom Circus  zum Markt verläuft. Heute dient diese als Zentrum für Ausstellungen, wo sich viele Künstler aus Rügen mit ihren Produkten und Werken zur Schau stellen. Wer möchte, kann einen Kaffee direkt vor Ort genießen und eine Pause einlegen.

Foto: © Gerhard Giebener  / pixelio.de